Verfasst von: photoworker | März 23, 2008

Do’s and dont’s im Umgang mit dem Model

Mir sind in den letzten Shootings bei denen ich als Begleitperson dabei war immer wieder zum Teil grobe Schnitzer aufgefallen, die von sog. Fotografen verursacht werden. Daher habe ich mich entschlossen mal aufzuschlüsseln was ok ist und was in meinen Augen ein NoGo ist.

1. Wer einlädt zum Shooting, ist Gastgeber
Lädst du zum Shooting das Model ein, bist du Gastgeber. Und eigentlich gehört es zu den Pflichten eines jeden Gastgebers, seine Gäste entsprechend zu behandeln. Sei daher freundlich und zuvorkommend, mach einen guten Eindruck auf die Menschen die zu dir kommen und die du falls es so ausgemacht wurde auch Nackt fotografierst. Wer möchte denn schon dumm angeredet werden? Kümmere dich um das Wohlergehen deiner Gäste. Getränke oder kleine Häppchen z. B. helfen schnell mal das kleine Pausenloch zu überbrücken. Es erwartet niemand dass du ein 5-Gänge Menü kochst, kümmere dich trotzdem um sie.

2. Schließe einen Vertrag mit dem Model
Möchtest du nach dem Shooting die Bilder auch verwerten können, schließe mit dem Model einen Modelvertrag ab. Ob ihr euch hierbei auf ein TFP-Shooting oder ein Payshooting geeinigt habt ist irrelevant. Anderenfalls bewegst du dich rechtlich gesehen auf sehr dünnem Eis wenn du die Bilder verwerten möchtest.

3. Beherrsche deine Technik
Jedem Model ist es wurscht ob du jetzt mit Blende xy oder sonstwas fotografierst. Sorg dafür dass du deine Technik beherrschst, sonst wird es für alle Beteiligten schnell langweilig. Solltest du dir unsicher sein oder hast du noch nie im Studio/mit Modellen gearbeitet, lege ich dir einen Workshop ans Herz. Dort gibt es Leute die sich auskennen und dir die Basics beibringen. Entsprechende Angebote findest du unter model-kartei.de oder fotocommunity.de.

4. Nutze das Set aus
Wenn das Licht stimmt und alles auf dem Display deiner Kamera gut aussieht dann nutze die Gelegenheit und fotografiere eine Reihe von Bildern durch. Hiemit sind nicht 2-3 sondern 40+ Bilder gemeint. Wozu gibt es heutzutage ordentlich Speicher zu moderaten Preisen? So kannst du wenigstens nach dem Shooting dir das Beste aussuchen.

5. Du führst
Wenn du deine Shooting-Ideen umsetzen möchtest, bist du derjenige der führt. Ausnahme: Du hast ein sehr erfahrenes Model welches genug Posing-Erfahrung mitbringt. In diesm Fall ist es ok wenn das Model führt. Anderenfalls gib klare Anweisungen wie was auszusehen hat. Und damit ist nicht gemeint „Jetzt macht mal“. Sollte das Model Ideen haben wie man eine Szene noch besser gestalten kann, geh darauf ein und probiers durch. Zum einen hast du genug Speicher (sieh Punkt 4.) und zum anderen fühlt sich das Model ganz anders mit einbezogen.

6. Model anfassen
Modelle mögen es  i. d. R. gar nicht wenn man sie antatscht. Wenn du eine bestimmte Pose möchtest und das Model es trotz detailierter Anweisung nicht hinbekommt, dann frag Sie ob du die Pose korrigieren darfst. Dann und nur dann ist es ok wenn man das Model berührt. Anderenfalls macht das einen sehr schlechten Eindruck.
Das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Punkte beim Shooting bzw. Umgang mit Modellen. Eine Erweiterung ist nicht ausgeschlossen. Bei Fragen oder Kritik könnt ihr mich gerne kontaktieren :-)


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